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Mallorca-Police

Bei einer Mallorca-Police handelt es sich um eine Zusatzversicherung, die Versicherungs- nehmer auf ihren Mietwagen im Urlaub abschließen können.

Werden bei einem Unfall mit dem Leihwagen Schäden verursacht, kommt die auch als Traveller-Police bezeichnete Versicherung für die Differenz, aus der im Ausland abgesicherten Mindestversicherungssumme und der tatsächlichen Schadenshöhe auf.

Kfz-Haftpflicht im Ausland: Deckungssumme nicht ausreichend

Die meisten Mietwagen im europäischen Ausland verfügen zwar über eine Haftpflichtversicherung, die damit abgesicherten Schadenssummen entsprechen aber häufig nur einem Bruchteil, der bei einem Unfall zu erwartenden Schäden. Aufgrund der ungewohnten Fahrkultur in anderen Ländern liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall ein ganzes Stück höher als zu Hause.
Dennoch sind die Mindestversicherungssummen im Haftpflichtbereich in vielen europäischen, besonders in südlicheren Gefilden, sehr niedrig angesetzt und liegen teilweise bei unter 50.000 Euro. Bei einem Verkehrsunfall mit Personenschäden ist diese Summe aber schnell überschritten. Ohne eine zusätzliche Absicherung sind Autofahrer in einem solchen Fall schnell finanziell ruiniert. Eine Mallorca-Police versichert dieses Risiko für Fahrten mit einem Mietwagen.

Gültikeitsbereich der Mallorca-Police

Die Pallorca-Police ist in allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, sowie in der Schweiz und in Norwegen gültig. Außerdem ist eine geografische Erweiterung dieses Versicherungsschutzes ist gegen zusätzliche Prämienzahlungen meistens ebenfalls möglich.
Der Abschluss einer solchen Police ist für alle versicherungspflichtigen Kraftfahrzeuge, d.h. auch für Motorräder und Mopeds zu empfehlen.

Leistungen einer Traveller-Police

Versichert sind neben dem Fahrer selbst auch mitreisende Ehe- oder Lebenspartner. Einige Versicherungen bieten ihren Kunden einen solchen Vertrag innerhalb ihrer Kfz-Versicherung sogar für einen Monat kostenlos an. Dabei sind Schäden im selben Umfang wie im Inland versichert. Ältere Versicherungsverträge können gegen einen Aufpreis um diese zusätzlichen Leistungen erweitert werden. Derartige Policen haben eine regelmäßige Laufzeit zwischen einem und zwölf Monaten.

Wann benötige ich eine Mallorca-Police?

Angeraten ist der Abschluss einer solchen Police immer dann, wenn die Hafttpflichtdeckungssumme für das Auto unter 500.000 Euro liegt. Für sämtliche Sach-, Vermögens- und Personenschäden empfehlen Experten eine Gesamtdeckungssumme von 50 bis zu 100 Millionen Euro. Personenschäden sollten dabei mit bis zu acht Millionen Euro berücksichtigt sein.

Beachtet werden sollte zudem, dass Beschädigungen am eigenen Mietwagen in der Regel mit einer Mallorca-Police nicht abgedeckt sind. Um unnötigen Ärger zu vermeiden, sollten Urlauber deshalb den Wagen am Urlaubsort genau unter die Lupe nehmen, und Schäden gleich schriftlich festhalten.
Die Buchung eines Mietwagens bereits in Deutschland hat dabei den Vorteil, dass die Verträge klar und verständlich in deutscher Sprache abgefasst sind und in Streitfällen ein Gericht vor Ort zuständig ist.

Tarifbedingungen vergleichen

Für die Versicherungs- und Mietverträge gilt jedoch wie so oft, genaue Informationen stehen meist in den Tarifbedingungen, so dass das Kleingedruckte vor dem Abschluss dieser Verträge gründlich studiert werden sollte.

Bei Fahrten mit dem eigenen PKW in das europäische Ausland, gelten die Bedingungen der hiesigen Kfz-Haftpflichtversicherung auch dort. Aus diesem Grund ist eine Mallorca-Police in diesem Fall nicht notwendig.

 
 
 
 
 
 
 
 
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